Veranstaltungen

CorVer.jpg

Thema Giftköder

Die mögliche Aufnahme von vergiftetem Futter oder Rasierklingen in Futterhappen, aber auch die Aufnahme von, durch Schädlingsbekämpfung vergifteten Nagetieren, ist eine ernstzunehmende Gefahr für unsere Hunde. Referenten sind Michaela Dreier und Thomas Musil, beide Hundetrainer (beide sachkundig geprüft und Erlaubnis erteilt nach §11 Abs.1 Satz1 Nr.8f Tierschutzgesetz zur gewerbsmäßigen Ausbildung von Hunden für Dritte.)
Michaela Dreier informiert Eingangs kurz über den Verein und dessen Ziele. Im Anschluss berichtet sie über wiederholt auftretende Fundorte im Chiemgau. Wichtig war hier auch die Aufklärung über unbewusst erlerntes  Suchverhalten und vorbereitende Maßnahmen im Alltag.

Punkte, die zu beachten sind:

  • Futter und Belohnung gibt es NUR aus der Hand der Bezugspersonen!
  • Hunde niemals selber Futter oder Leckerlis vom Boden aufnehmen lassen.
  • Futter niemals verstecken, den Hund dieses suchen und dann sofort fressen lassen. Damit wird Futtersuche in Kombination mit selbstbelohnendem Verhalten erlernt!
  • Statt desen zunächst Futter in Behältnissen verstecken und den Hund dieses finden und anzeigen lassen , z.B. über Bellen - die Belohnung erfolgt  wieder nur über den Menschen!
  • Keine "Schnüffelteppiche" verwenden.
  • Suchspiele entsprechend über Dummy oder Dosen aufbauen; dann variieren - auch hier wird das Finden ausschließlich über den Halter belohnt.

Im zweiten Teil  ging es um die Vermittlung von Theorie und Praxis des „Anti-Giftköder – Trainings“ für Hundehalter durch Thomas Musil. Von Beruf Förster, mit über fünfunddreißigjähriger praktischer Erfahrung in der dienstlichen und privaten Ausbildung von Hunden, erklärt er das antrainierte Anzeigeverhalten des freilaufenden Hundes beim Auffinden von ausgelegten Giftködern als effektive Vorbeugung!
Hierbei verbellt der freilaufende Hund, ohne Aufforderung,  den  gefundenen Köder so lange, bis der Hundeführer diesen sicherstellt.
Teilschritte dieses sehr anspruchsvollen Trainingsaufbaus beinhalten eine artgerechte, geistige und körperliche Beschäftigung und unterstützen ergänzend die so wichtige Kommunikation und Führerbindung. Entscheidend ist, dass der Hund im Freilauf, ohne Sichtkontakt zum Hundeführer, auch auf größere Entfernung ohne Aufforderung, ausnahmslos dieses Anzeigeverhalten beim Auffinden aller für Ihn attraktiven Köder umsetzt. Nur unter diesen Voraussetzungen lassen sich körperliche Schäden wirkungsvoll verhindern!